Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach, der sogenannte "Berliner" oder "Hamburger Bach", wurde 1714 Weimar geboren und starb 1788 Hamburg. Bach erhielt seinen ersten Unterricht in Klavier- und Orgelspiel sowie Komposition von seinem Vater Johann Sebastian. Obgleich er eine Musikerlaufbahn anstrebte, nahm er zunächst 1731 ein Jurastudium in Leipzig auf und wechselte 1734 an die dortige Universität. 1738 siedelte er nach Berlin über, wo Kronprinz Friedrich von Preußen (Friedrich der Große) auf ihn aufmerksam wurde. Nach dessen Regierungsantritt 1740 wurde CPE Bach in die Hofkapelle als Cembalist und Kammermusiker aufgenommen. Er fand Zeit zum Unterrichten, wovon eine Reihe didaktisch ausgerichteter Werke, hierunter der "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen", zeugen. Außerdem nahmer im außerhöfischen Konzertleben Berlins als Komponist und Instrumentalist eine zentrale Rolle ein. Hierfür schuf er die Mehrzahl seiner etwa 60 Konzerte und Sonatinen für ein oder zwei Cembali und Orchester, zahlreiche Kammermusikwerke und etwa ein Dutzend Sinfonien. In die Berliner Zeit fallen auch fast 160 Klaviersonaten, die in Drucken und Abschriften weite Verbreitung fanden. 1744 heiratete er Johanna Maria Dannemann, Tochter eines Berliner Weinhändlers. Seit 1755 wandte sich CPE verstärkt dem Kreis um Anna Amalia von Preußen und ihrem Musiklehrer Kirnberger zu. 1767 wurde Bach zum Nachfolger seines im Alter von 87 Jahren verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann als Musikdirektor der hamburgischen Hauptkirchen gewählt und trat sein neues Amt Ostern 1768 an. Anna Amalia ernannte ihn bei seinem Abschied aus Berlin zum Kapellmeister (ohne Dienstverpflichtungen). In Hamburg war er für die gesamte Kirchenmusik an den fünf Hauptkirchen mit jährlich etwa 120 Veranstaltungen verantwortlich.