Hamburger Kammerkunstverein

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Feierabendkonzert im Oberhafen

Wie viel Stimme steckt in einem Streichinstrument? Lieder von Johannes Brahms, dem Cello anvertraut, werden zu reiner, wortloser Melodie. Aus dem krisengeschüttelten Norden antwortet Grieg, leidenschaftlich, dunkel, schön.



Tickets: 18 € im Online-Vorverkauf, 23 € an der Abendkasse, Mitglieder: 9 €


Halle 424, Stockmeyerstraße 43, Tor 24, 20457 Hamburg


Halle 424


Edvard Grieg,
Sonate a-moll op. 36 für Violoncello und Klavier

Allegro agitato
Andante molto tranquillo
Allegro


Edvard Grieg hat nur eine einzige Sonate für Violoncello und Klavier geschrieben – und war mit ihr unzufrieden. „Sie stellt keinen Fortschritt in meiner Entwicklung dar“, schrieb er 1903. Das Publikum sah das anders, und tut es bis heute.

Entstanden im Winter 1882/83, in einer Krisenzeit: Grieg hatte seine Dirigentenstelle aufgegeben, ein zweites Klavierkonzert aus Mangel an Inspiration abgebrochen und notiert, er sei „seelisch wie körperlich krank“ und beschließe „jeden zweiten Tag, keine Note mehr zu komponieren“. Herausgekommen ist trotzdem sein umfangreichstes Kammermusikwerk. Die a-moll-Sonate ist seinem Bruder John gewidmet, einem versierten Cellisten — und sie stiftete, so erzählt man, Frieden zwischen den beiden, die einst um dieselbe Frau konkurrierten.

Beide Instrumente begleiten einander nicht — sie musizieren als gleichberechtigte Partner. Das Allegro agitato des ersten Satzes entwickelt sich aus einem markanten Hauptthema von großer Ausdruckskraft, das Cello und Klavier gemeinsam in den Raum stellen und von allen Seiten befragen. Im Andante molto tranquillo entfaltet Grieg eine weit gespannte, gesangliche Melodie — von jener Melancholie durchzogen, die bei ihm nie zur Sentimentalität wird, weil sie zu ehrlich ist. Das finale Allegro greift Motive des Anfangs wieder auf, verwandelt: als hätte das Material den langsamen Satz durchlaufen und dabei an Tiefe gewonnen.

Die Uraufführung spielte Grieg am Klavier, den Cellostimme übernahm Friedrich Grützmacher — der Widmungsträger John war dem Werk technisch nicht gewachsen. Noch 1906, ein Jahr vor seinem Tod, spielte Grieg die Sonate mit Pablo Casals, den er einen „großen, großen Künstler“ nannte.



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Reservierung über tickets at antispam-dies-bitte-entfernen kammerkunst punkt de und +49 40 31796940.

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